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Anmeldetermin
Herbstsemester:
Anmeldung und Bewerbung beim Rektorat bis spätestens 30. April
Achtung: Bereits an der ETH Zürich oder Universität Zürich immatrikulierte Studierende können sich auch per Frühjahrssemester bis spätestens 30. November anmelden.
Die ETH Zürich bildet Lehrpersonen für gymnasiale Maturitätsschulen aus
Der Studiengang richtet sich an Personen, die eine pädagogisch-didaktische Ausbildung im Hinblick auf eine Lehrtätigkeit in mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächern an Gymnasien erwerben möchten. Die Erteilung des Lehrdiploms setzt einen universitären Master-Abschluss bzw. ein abgeschlossenes Diplomstudium voraus. Auf der Grundlage ausgezeichneter fachwissenschaftlicher Kenntnisse bietet die ETH Zürich Lehrveranstaltungen an, welche den zukünftigen Lehrpersonen berufspraktische Kompetenzen und theoriegeleitetes Wissen über Lehren und Lernen vermitteln.
Allgemeinbildung an Maturitätsschulen
Die Inhaberinnen und Inhaber eines Lehrdiploms sind in der Lage, in ihrem Unterricht eine mathematisch-naturwissenschaftliche Allgemeinbildung zu vermitteln, welche eigenständiges Denken und verantwortungsbewusstes Handeln ihrer Schülerinnen und Schüler fördert und diese auf die Anforderungen eines Hochschulstudiums vorbereitet. Als Experten für schulisches Lernen und Lehren in ihrem Fach haben die Absolventen des Studiengangs Handlungs- und Begründungswissen erworben, welches sie in die Lage versetzen, ihren Unterricht unter Berücksichtigung geltender Lehrpläne sowie interdisziplinärer und fächerübergreifender Erfordernisse zu planen und zu gestalten. Sie wissen, wie man Lernprozesse bei den Schülerinnen und Schülern initiiert und nachhaltig begleitet, und sie können die Wirksamkeit ihres Unterrichts und den Lernfortschritt der einzelnen Schülerinnen und Schüler evaluieren. Die an der ETH geschaffene Ausbildungsstruktur erfordert eine enge Zusammenarbeit zwischen den unterschiedlichen Gruppen von Dozierenden. Dies soll den Studierenden die Integration von Handlungs- und Begründungswissen erleichtern.
Das für die Planung und Durchführung von Unterricht benötigte Handlungswissen wird in den fachdidaktischen Veranstaltungen und den Praktika erworben
Die fachdidaktischen Anteile der Ausbildung basieren auf guter Unterrichtspraxis und sind wissensbasiert oder gründen auf "best practice". In den Unterrichtspraktika bei besonders bewährten Lehrpersonen lernen die Studierenden Beispiele für guten Unterricht kennen, und sie können auf dieser Grundlage gut reflektierte Entscheidungen über die Gestaltung des selbst verantworteten Unterrichtes treffen. Die für die fachdidaktischen Veranstaltungen verantwortlichen Personen sind auch für die Organisation und die Qualitätskontrolle der Unterrichtspraktika zuständig. Dabei werden sie von den Fachprofessuren und der Professur für Lehr- und Lernforschung in regelmässig stattfindenden Weiterbildungsveranstaltungen und Austauschforen unterstützt.
In den erziehungswissenschaftlichen Veranstaltungen steht die Umsetzung von Ergebnissen der Lehr- und Lernforschung im Mittelpunkt
Da der Studiengang Lehrdiplom für Maturitätsschulen an der ETH auf mathematisch-naturwissenschaftliche Fächer beschränkt ist und die für den erziehungswissenschaftlichen Ausbildungsteil zuständige Professur auf den Kompetenzerwerb in Mathematik und Naturwissenschaften spezialisiert ist, werden die Lehrinhalte auf die Besonderheiten des Unterrichtes in diesen Fächern abgestimmt. Das Credo der erziehungswissenschaftlichen Ausbildung ist: Wer Lehren will, muss das Lernen verstehen und die schulischen Angebote auf das Vorwissen der Schülerinnen und Schüler abstimmen. Der praktischen Umsetzung von Methoden zur Diagnose des Schülerwissens sowie der Anpassung von Unterrichtsaktivitäten an den Kenntnisstand der Schüler wird besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Mehr noch als andere Schulformen zielen Gymnasien auf die Förderung des selbständigen und selbstorganisierten Lernens ab. Dessen Planung und Umsetzung wird ausgiebig behandelt.
In den Veranstaltungen zur Fachwissenschaftlichen Vertiefung mit pädagogischem Fokus wird ein innovativer Link zwischen Fachwissenschaft, Fachdidaktik und dem jeweiligen Unterrichtsfach hergestellt
Nach der Spezialisierung im Rahmen der MSc-Ausbildung soll in dieser Veranstaltung die Breite des Fachgebiets verbunden mit aktuellen, unterrichtsrelevanten Ergebnissen aus der aktuellen Forschung vermittelt werden. Das Unterrichtsfach soll einerseits aus fachwissenschaftlicher Sicht, und andererseits sollen Aspekte des universitären Fachs aus der Perspektive des Unterrichts betrachtet werden. Die enge Verbindung zu den Forschungsgruppen des jeweiligen Unterrichtsfaches erleichtert die Anpassung des Unterrichtes an neuere wissenschaftliche Erkenntnisse und fördert die Verankerung der gymnasialen Bildung in den Fachwissenschaften.
In den mentorierten Arbeiten erhalten die Studierenden die Möglichkeit, sich mit Themen zum gymnasialen Schulunterricht intensiv auseinander zu setzen
Ein besonderes Qualitätsmerkmal der Ausbildung an der ETH Zürich ist, dass nicht nur die berufspraktischen Teile, sondern auch erziehungswissenschaftliche, fachdidaktische und Teile der fachwissenschaftlichen Vertiefung mit pädagogischem Fokus mentoriert sind. Die Studierenden erhalten so im Laufe ihrer Ausbildung die Gelegenheit, in kleinen Gruppen oder individuell und von einem Mentor oder einer Mentorin begleitet, sich intensiv mit Forschungsfragen zu befassen, die für die Unterrichtsgestaltung und auch für die Weiterbildung bedeutsam sind.
Verabschiedet an der Sitzung des Gremiums der Kernprofessoren/innen und Departementsvertreter/innen vom 28. April 2009
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